Theaterensemble «fabulant» der Kantonsschule Trogen spielt
«Jugend ohne Gott»
Eine Zukunft ohne Gewissen. Eine Schule ohne menschliche Werte.
Und Jugendliche, die lernen sollen, perfekt zu funktionieren.
Mi, 29. April - Sa, 02. Mai 2026 (19:00 Uhr); Aula der Kantonsschule Trogen
Abendkasse und Apéro ab 18:15 Uhr
Ticket-Reservation
Lernenden/Studenten 10.–
Erwachsene 20.-
Familien 50.-
Max. 6 Tickets pro Person. Anfrage zu Gruppenreservierungen: xbzzhavxngvba@xfg.pu
Bezahlung vor Ort mit Bar oder TWINT.
«Jugend ohne Gott» (Ödön von Horváth)
Eine Zukunft ohne Gewissen. Eine Schule ohne menschliche Werte. Und Jugendliche, die lernen sollen, perfekt zu funktionieren.
In naher Zukunft zählt nur noch Leistung. Moral? Ein überholtes Konzept.
Im alljährlichen Assessment-Camp kämpfen die Besten einer Abschlussklasse um einen der begehrten Plätze an den fünf weltweit existierenden Rowald-Universitäten – Eintrittskarte in eine erfolgreiche Zukunft.
Mitten in diesem gnadenlosen System steht Z. Ein Einzelgänger. Beobachter. Tagebuchschreiber. Während alle anderen optimieren, zieht er sich zurück. Genau das fasziniert N: ehrgeizig, überangepasst, entschlossen, jede Erwartung zu erfüllen – koste es, was es wolle. Doch Zs Blick richtet sich auf jemand anderen: Ewa, geheimnisvoll, unnahbar, lebend im Wald ausserhalb der Leistungsgesellschaft, zusammen mit anderen Outsidern.
Als Zs Tagebuch verschwindet und ein Mitschüler bei einer gefährlichen Übung schwer verunglückt, kippt die Ordnung. Kontrolle wird zu Angst. Anpassung zu Zwang. Und eine bislang moralisch integre Lehrperson beginnt zu zweifeln – und zu ermitteln.
Ödön von Horváths «Jugend ohne Gott» (1937) ist eine erschreckend klare Analyse einer Gesellschaft im moralischen Erosionsprozess. Am Mikrokosmos einer Schulklasse zeigt sich, wie Werte verschwinden, Normen sich verschieben und ein System entsteht, das Menschen formt – und deformiert.
Diese zeitgenössische Theaterfassung übersetzt Horváths Roman mit Bewegung, Musik und Video in die Gegenwart. Ein intensives, interdisziplinäres Theatererlebnis mit Jugendlichen auf der Bühne – als Spiegel eines aktuellen Zeitgeistes, der näher ist, als wir glauben.
Regie, Konzept, Kostüme, Bühne: Barbara Bucher
Spiel: Juna Baumann, Lara Bärtsch, Ona Bellemans, Sarah Brauchli, Feline Duwe, Jack Esslinger, Nora Frischknecht, Milo Frischknecht, Angeli Knöpfel, Nando Kuhn, Ella Müller, Ladina Rohner, Frida Sailer, Josette Schindler, Sahar Shahamat
Projektionen: Klasse? Leitung: Dieter Fromherz, Fabia Paller, Christian Käufeler
Kostümassistenz: Oliver Staub
Schlagzeug: Raphael Schüpbach


Theater
Die Theatergruppe «fabulant» der Kanti Trogen bringt jugendliche Lebenswelten in Form von Theater, Musik und Performance auf die Bühne. Die Jugendlichen setzten sich während eines Jahres intensiv mit einem Thema oder einem Theatertext auseinander und entwickeln daraus unter professioneller Anleitung ein eigenes Stück mit gesellschaftlicher Relevanz. Der gemeinsame Prozess steht dabei im Mittelpunkt. Es wird gespielt, geforscht, getanzt, geschwitzt, gesprochen, gesucht und gefunden. Die Mitglieder lernen das Handwerk des Schauspiels, indem sie körperlich, stimmlich und in ihrer Imagination neue Wege gehen. Den Höhepunkt bildet das jeweilige Ensembleprojekt, welches mehrfach öffentlich aufgeführt wird. Dies sind verdichtete Gesamtkunstwerke kleinerer und grösserer Art. Der Theaterunterricht als Freifach wird seit 2005 von der Schauspielerin und Theaterpädagogin Barbara Bucher geleitet.
Ich möchte ein Theater kreieren, das vom Wesen und Inhalten der BühnenkünstlerInnen und dem Spielort geprägt und durchdrungen ist. Das Theater ist für mich ein Ort der Vision, der Reflexion, der Integration und der seelischen Nahrung. Ein Ort, an dem alles betrachtet werden kann. Es ist mir ein grosses Anliegen, die Stärken und Eigenheiten der jeweiligen BühnenkünstlerInnen in ihrer ureigenen Genialität auf der Bühne erstrahlen zu lassen. Die authentische Verbundenheit mit dem Spielort, dem Thema, der Musikalität, Aktualität zum Zeitgeschehen, verwoben mit einem Hauch Poesie, Witz und einer lebendigen Bildsprache sind mir lieb und wichtig.
– Barbara Bucher, Theaterpädagogin

Rückblick: «Prunk, Protz & Pomp» BaRock-Musical
Barock ist hip. Barock ist Pop. Barock … das sind 200 Jahre prallvoll mit Leben, Lust und Über-schwang in Farben, Formen, Worten und Klängen. Alles ist verschnörkelt und vergoldet. Und Ba-rock ist voller Widersprüche. Denn es ist auch die Zeit des Absolutismus, der Sklaverei und der Glaubenskriege. Die Kantonsschule Trogen zeigt in ihrer neuesten Produktion den Barock jen-seits von Puder, Perücken und pausbäckigen Putten auf einer musikalischen Abenteuerreise über drei Kontinente und einen Ozean.
Gemeinschaftskunstwerk mit über 150 Mitwirkenden
Das Musical war ein grosser Erfolg und begeisterte sein Publikum zwischen dem 30. April und dem 3. Mai 2025 gleich bei fünf ausverkauften Vorstellungen. Die Produktion vereinte Sängerinnen, Schauspielerinnen, Tänzerinnen, Musikerinnen und Gestalterinnen. Die Aula wurde von den Lernenden in einem Bühnenraum mit zauberhafter Szenografie transformiert. Das Publikum nahm mitten im Geschehen Platz und erlebte ein Gemeinschaftskunstwerk, das von über 120 Lernenden und 30 Lehrpersonen geschaffen worden.




















