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Botschafterin mit klarer Botschaft: «Was in der Ukraine passiert, ist tragisch!»

Anlässlich des Sondertags zur Europäischen Union besucht die Tschechische Botschafterin Kateřina Fialková gestern die Kantonsschule Trogen. Beim angeregten Austausch mit den Lernenden stand der Ukraine-Konflikt im Zentrum des Interesses. Ein Bericht der Maturandinnen Hanna Hochreutener, Elena Tempini und Xenia Rankl.

Am Sondertag über die Europäische Union durften alle Schülerinnen und Schüler der 11. Schulstufe teilnehmen. Um 08:00 Uhr ging es mit einer Vertiefung im Ergänzungsfach Geschichte los. Als erstes Modul stand die Gründung und Entstehung der EU an. Hierfür zeichneten sich die Geschichtslehrpersonen des Gymnasiums verantwortlich. «Tschechien» als nächstes Modul folgte noch vor dem Essen. Dieses sollte auf den hohen Besuch am Nachmittag vorbereiten: Die tschechische Botschafterin Kateřina Fialková.

Schwarzer Škoda, blau-gelbes Outfit

Dann fuhr ein schwarzer Škoda mit verdunkelten Scheiben und einem speziellen Kennzeichen auf das sonnige Schulgelände. Allen war klar: Jetzt ist Ihre Exzellenz hier. Fialková trägt unter ihrem knallgelben Mantel ein royal-blaues Kleid. Die Botschaft wurde sofort von allen verstanden. Alle Lernenden sassen zusammen in der grossräumigen Aula und horchten gespannt der Begrüssungsrede der drei Schülerinnen und Schüler. Darin die wichtigen Worte: «Demokratie, ein politisches Prinzip, bei welchem das Volk durch freie Wahlen an der Machtausübung im Staat Teil hat. Ein Privileg, das von der EU geschützt und gesichert wird. Doch die Demokratie ist leider keine Selbstverständlichkeit. Daran werden wir in diesen Tagen schmerzhaft erinnert.»

Besorgte Botschafterin

Nach der Rede wendet sich die tschechische Botschafterin an die Lernenden: «Ich mag es nicht, wenn etwas zwischen mir und meinem Publikum steht», und rückt näher an die Zuhörenden. Nach einer kurzen Einführung zu ihren Aufgaben als Botschafterin antwortet sie auf die vielen Fragen der Schüler und Schülerinnen. Vor allem der Krieg in der Ukraine beschäftigt die Gymnasiasten und Lehrer im Raum. Botschafterin Fialková ist besorgt: «Was in der Ukraine passiert, ist tragisch.»

Solidarität und Hoffnung

Neben der Angst und Sorge um die Menschen in der Ukraine stimmt sie aber der Zusammenhalt der EU positiv. Auch die Solidaritätsbekundung und Unterstützung der tschechischen Bevölkerung für die Ukraine macht sie stolz. Nach vollen 45 Minuten beantwortet Fialková eine der letzten Fragen, was sie an ihrem Beruf liebt, lächelnd: «Mir gefällt es am besten, dass ich alle zwei bis vier Jahre meine Arbeit an einem anderen Ort unter verschiedensten Umständen mit dem gleichen Arbeitgeber erfüllen darf.»

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