Biologieassistenz – eine vielseitige Aufgabe
Biologie als eines der MINT-Fächer hat an der Kanti eine lange Tradition. Das zeigt sich in einer umfangreichen Sammlung von teilweise unersetzlichen Präparaten und Objekten, die noch heute dem Anschauungsunterricht dienen. Als Assistierende ist es unsere Aufgabe diese Objekte zu unterhalten und bereitzustellen. Wesentlicher Arbeitsteil ist die Beschaffung von Frischmaterial für Praktikumsarbeiten und Anschauung. Weitere zeitintensive Aufgabe ist die Pflege der benötigten Einzeller, Terrarien, Aquarien und Zimmerpflanzen, die dem Unterricht aber auch der Inspiration und Dekoration dienen. Zu den liebsten Tätigkeiten zählt die Betreuung von Schwerpunkt-, Fach- und Maturaarbeiten mit Laboranteil.
Biologische Sammlung seit 1820
Die ältesten Hinweise auf die Ursprünge der biologischen Sammlung der Kanti datieren auf das Jahr 1820 (Sammlung Dr. Schläpfer) bzw. auf das Jahr 1858 (Lehrer T. Rothen, Naturalienkabinett). Viele ältere Objekte sind Geschenke von Ehemaligen oder Eltern, die auf fast allen Kontinenten geschäftlich tätig waren. Um die fachgerechte Pflege der Objekte zu gewährleisten, pflegen wir den Kontakt zu ausgebildeten Präparatoren und dem naturhistorischen Museum St.Gallen.
Wichtig für unsere Arbeit ist auch ein guter Kontakt zu den Lieferanten der für die Praktika benötigten «Frischmaterialien», wie Herzen, Augen, Fische usw.. Weiter hilfreich ist eine gute Kenntnis der unmittelbaren und näheren Umgebung der Kantonsschule. Dies ermöglicht uns z.B. Pflanzenmaterial oder Wasserorganismen unkompliziert zu beschaffen und für den Unterricht oder als Futterquelle für unsere «Tierchen» bereitstellen zu können. Falls etwas nicht aufzutreiben ist, können in den meisten Fällen die Assistenzen der Nachbargymnasien aushelfen.
Peruanischen Farnschrecken und Feenbuntbarschen
Fester Bestandteil unseres Arbeitsalltags ist die Pflege der Terrarien mit europäischen Waldmäusen, Kronengecko, peruanischen Farnschrecken und Aquarien mit Feenbuntbarschen und Garnelen. Oft können wir zu Schulbeginn oder bei einem Klassenwechsel beobachten, dass, sobald die Taschen abgelegt sind, Lernende zu ihren jeweiligen Lieblingstieren streben und sich über deren Zustand versichern. Diese Momente sind für uns äusserst sinnstiftend. Ebenfalls in unserer Obhut steht eine kleine Zahl an ausgesuchten Zimmerpflanzen, die dem Unterricht, und darüber hinaus dem Schulzimmerklima dienen. Auch da freut es uns, wenn Lernende ihre Begeisterung für das MINT-Fach Biologie zeigen und nach Jungpflanzen, Ablegern oder Samen fragen.
Karin und Ernst Pletscher
Bilder: Mayk Wendt








