Wildbienen
In der Schweiz leben mehr als 600 Arten von Wildbienen. Diese wichtigen Bestäuber von Wild und Kulturpflanzen haben spezifische Lebensraumansprüche. Sie brauchen Nistplätze und Nahrungsvielfalt in vernetzten Strukturen. 45% der Arten sind gefährdet, 10% sogar ganz verschwunden. Kleine Wildbienenarten haben einen Aktionsradius von nur etwa 50m um ihren Nistplatz herum. Das zeigt, wie wichtig die Vernetzung geeigneter Lebensräume ist.
Naturnahe Gärten, selbst die Bepflanzung von Balkonen, können zu ihrer Förderung beitragen. So können zum Beispiel in einem vielfältigen Privatgarten 50-100 Arten leben.
Nisthilfen, wie jene am Bushäuschen eigenen sich auch sehr gut, um die Tiere zu beobachten. Um möglichst viele Arten zu fördern, braucht es unterschiedliche Strukturen wie beispielsweise offene Flächen mit geeignetem Boden (Bsp. Sandlinsen) und totes Holz. Beides findet sich auf Dach des Bushäuschens. Die Mehrheit der Wildbienen legt ihre Nester im Boden an. Eine Art hat sich sogar auf leere Schneckenhäuser spezialisiert.
Anders als die Honigbienen leben Wildbienen solitär. Sie legen ihre Eier in geeignete Nistplätze und versehen die einzelnen Brutkammern mit einem Nahrungsvorrat für die Larven. Sie verteidigen also kein Volk und sind sehr friedfertig. Die Weibchen verfügen zwar über einen Wehrstachel, stechen aber nur im äussersten Notfall, wobei der Stachel der meisten Arten unsere Haut nicht durchdringen kann.
Unter dem folgenden Link finden sich hilfreiche Informationen zur Förderung unserer Wildbienen.